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Zeitungsbericht, Der neue Tag / Grenz-Warte, Sa., 28. / So., 29. Mai 2016, Seite 23

Eisenbarth auf neuen Wegen

Zu einer Wanderung an fünf Spielorte ist das Publikum im 15. Jahr des EisenbarthFestspiels aufgefordert. Auf die Zuschauer warten abenteuerliche, skurrile Szenen. „Eisenbarth erleben“ lautet das Motto der diesjährigen Neuinszenierung des Festspiels, bei dem sich die mehr als 70 Akteure zusammen mit ihrem Publikum auf eine Wanderung durch die Stadt begeben.
2016 Premiere 1-1
Der Alchemist Meister Abramo (Dr. Florian Waldherr) wartet mit erstaunlichen Experimenten wie zum Beispiel einem Feuerring auf.

Oberviechtach. (lg) Schon zum Auftakt werden die Zuschauer in das Spielgeschehen integriert, wenn diese bei Getränken und Stärkung durch den Handballverein durch die Studenten Perceo (Andreas Fleischer) und Josch (Sandro Bauer) ganz unvermittelt zum Mitsingen des bekannten Spottlieds aufgefordert werden. Dann fährt aber Eisenbarths Geist (Dr. Reiner Reisinger) dazwischen und leitet zur authentischen Taufe des neugeborenen Säuglings über, bei dem die historisch belegten Taufpaten zu Wort kommen. Alle Register barocken Treibens zieht Regisseur und Autor Michael Eckl in der zweiten Szene, wenn der Alchemist Meister Abramo (Dr. Florian Waldherr), der Aderlasser Meister Oelarius (Dr. Peter Graf) und Meister Casco (Ludwig Berger jun.) beim „Jahrmarkt der Scharlatane“ mit ihren spektakulären „Heilmethoden“ für Furore sorgen. Die Patienten sterben oder leiden unter Brechdurchfall, vor dem selbst der Landgraf von Hessen-Kassel (Michael Trapp) nicht verschont bleibt, weil ihn seine Gattin (Jacqueline Hötzel) in die Hände des Kurpfuschers Abramo getrieben hat. Eisenbarths agiler Gehilfe Martius (Tobias Heindl) kommentiert gestenreich die Aktivitäten der Medici, die mehr auf ihren Geldbeutel als auf wirkliche medizinische Hilfe achten und geleitet den am grauen Star erblindeten einflussreichen Ratsherrn Zacharias Rothenbach (Klaus Habl) und seine Tochter (Lisamarie Berger) zum jungen Heiler Eisenbarth (Tobias Ehrenfried).

2016 Premiere 1-2
Mit schaurigen Schnabelmasken versuchten sich die Menschen vor der Pest zu schützen. Beim barocken Jahrmarkt im Festspiel wird ein vermeintliches Pestopfer vorgeführt. Bilder: lg (2)

 

Die Kur am neuen Szenenort beim Marktweiher wird jedoch durch das Auftauchen der drei Scharlatane jäh unterbrochen, die den jungen Konkurrenten in Fesseln abführen lassen. Bei der Gerichtsszene vor der Bleichangerkapelle wird Eisenbarth aber völlig rehabiliert und er zieht als Held auf dem Marktplatz ein. Die Artisten, Diener und Musikanten, mit denen der berühmte Sohn Oberviechtachs in seinen besten Zeiten unterwegs war, werden im Stück durch die Gauklertruppe des Ortenburg-Gymnasiums unter Leitung von Michael Teplitzky und Johannes Niebauer sowie durch den Fanfarenzug der Kolpingmusik (Leitung Reinhard Lößl) repräsentiert. Die Beiträge dieser beiden Gruppen untermauern den Erfolg der Inszenierung wesentlich. Bei deren Premiere an Fronleichnam begrüßte Festspielleiter Martin Zimmermann zahlreiche Ehrengäste, unter ihnen Bischof Walter Mixa und Landrat Thomas Ebeling, die von dem neuen Stück im 15. Jahr des Oberviechtacher Festspiels begeistert waren. Weitere Aufführungen gibt es noch heute um 20 Uhr und morgen um 16 Uhr. Info und Karten: www.oberviechtach.de und vor Spielbeginn an der Kasse am Marktplatz.

 

Siehe auch weitere Berichte:
>> Doktor Eisenbarth mit Zuschauer-Tross im Schlepptau durch die Stadt
>> Aderlasser und Alchimisten am Werk

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Flyer 2017 vorne

Info-Flyer 2017

 

 

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Nabburger Str. 2
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Szenen aus dem Spiel

Szenen aus dem Spiel

OVIGO

Das OVIGO-Ensemble gibt es offiziell erst seit 2012. Die Ursprünge liegen aber tatsächlich in den 70er-Jahren! 1979 wurde das "Ortenburg-Ensemble" als Schultheater am Ortenburg-Gynasium Oberviechtach von Friedrich Brunner und Kunstlehrer Wolfgang Pöhlmann gegründet. _______________________________________________

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